Wednesday, February 13, 2008

PASSIV kann man auch ohne RAUCHEN

Das vergangene Jahr war ein spannendes Jahr, voller Ereignisse, deren Folgen sich weit in die Zukunft ziehen werden. Ereignisse, die sich in unser Leben auf besondere Art eingeschlichen haben: unauffällig in den Medien präsentiert, recht wenig bemerkt.
Man könnte trotzdem oder, gerade deswegen, vom Anfang einer Neuen Ära sprechen. Aktuellstes Beispiel der „Neuen Ära“ stellt das Nichtraucherschutzgesetz dar. Haben Sie aber bitte Geduld: es geht schliesslich um viel, viel mehr als das Rauchen!

Ein rauchendes Beispiel

Im Hintergrund der internationalen Anti-Rauch-Kampagne steht die World Health Organisation (WHO). Laut dem WHO-Bericht über „second hand tobacco smoke“ (2007) ist das Rauchen eine „schwerwiegende gesundheitliche Bedrohung“, es gäbe „gar keinen unbedenklichen Kontakt mit Tabakrauch“ und das Rauchen sei „gesellschaftlich inakzeptabel“. (1)

Dementsprechend wurde die Umsetzung des Rauchverbots in öffentlichen Räumen (wenn auch privater Nutzung) ohne Abwägung von Alternativen vollzogen. Trotz der Unzahl von Gaststätten in Berlin wurden sowohl Selbstbestimmung seitens der Gastronomen als auch eine vernünftige Abtrennung von rauchfreien Bereichen oder der Einsatz von Lüftungsanlagen, die das Problem stark mildern würden, abgelehnt. Durch die WHO-Zielsetzung von 100% rauchfreien Arbeits-, Transport- und Öffentlichkeitsräumen wird jegliche objektive Darstellung der Gefahr einfach ignoriert: Wie groß ist tatsächlich die Belastung bei einem kurzzeitigen/geringfügigen Kontakt zum Rauch z. B. auf dem Weg zur Toilette oder durch den Einsatz einer Schiebetür? Letztendlich, wird das Gesetz in der Gastronomie für immerhin mehr als 30 Mio. Raucher in Deutschland so totalitär umgesetzt, wie schon lange im Arbeitsbereich und bei der Bahn: die Raucher müssen verzichten oder rausgehen.

Ziel sei der Arbeitsschutz. Die Umsetzung zeigt aber, dass es die Absicht ist, die Raucher auszugrenzen. Deutliches Zeichen dafür war das Rauchverbot auf den berliner Spielplätzen im Sept 2007. Offene Orte, wo keine Geruchs- oder Gesundheitsbelastung entstehen kann. Begründung: das „schlechte Vorbild“ der rauchenden Erwachsenen für die Kinder. Eine erzieherische Maßnahme, die einem Präventionsstaat gebührt.

Passiv oder objektiv?

„Das Rauchen könnte tödlich sein“ steht auf jeder Zigarettenpackung. Die Bedeutung liegt genau im Konjuktiv – rechtlich gesehen hätte man es anders nicht schreiben können. Medizinisch gilt das Rauchen als ein starker Risikofaktor, der sogar tödlich wirken könnte – allerdings meistens in Begleitung anderer gravierenden Faktoren: Stress, schlechte Cholesterin-, Blutdruck- und Blutzuckerwerte, Fehlernährung, Bewegungsarmut, Übergewicht, genetische oder Umweltfaktoren. Die Gefahr hängt, wie bei allen Substanzen, von der Dauer und Art des Kontaktes ab. „Offizielle“ Studien versuchen krampfhaft die Tödlichkeit des Passivrauchens zu beweisen: durch einseitige, teilweise falsch berechnete und unseriöse Studien. Nach einem vielzitierten Bericht des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg sind z.B. im Jahr 2005 ganz genau 3.301 Menschen in Deutschland an Folgen des Passivrauchens gestorben. Keiner mehr, keiner weniger. Bei diesem akribischen Ergebnis wurden wesentliche Angaben über die Verstorbenen verschwiegen: ihr Jahrgang (65% hatten das stolze Alter von ca. 80 Jahren erreicht), ihr allgemeiner Gesundheitszustand, ihr Lebensverhältnisse u.s.w.

Die Medien behandeln das Thema genauso populistisch, wie andere „Gesundheitstrends“, die „Klimakatastrophe“, die Vogelgrippe oder der Terrorismus: faszinierend und fanatisierend. Schwindelerregende Zahlen werden tagtäglich in Schlagzeilen hochgepeppt, bis vollkommen unwissenschaftliche Ausdrucksformen als selbstverständlich gelten.

Es ist in der Tat unmöglich, eine realistische Schätzung der Todesfälle aufzustellen, die ausschließlich auf den Tabakkonsum zurückzuführen sind. Nicht nur weil Krebs, Kreislauf- und Atmungssystemserkrankungen in einem komplizierten, noch verschlüsselten Verhältnis zu mehreren anderen Risikofaktoren stehen, sondern auch, weil die Mehrheit dieser Studien direkt oder indirekt von der Pharmaindustrie bzw. den Tabakkonzernen finanziert werden. Wer solche genauen Zahlen nennt, kann und soll nicht ernst genommen werden!

Absicht dieses Textes ist es nicht, zu beweisen, dass das Rauchen ungefährlich sei! Tatsache ist aber, dass die aktuellen Studien definitiv nicht ausreichen, um einen Rauchverbot in öffentlichen Räumen, in dieser Art und Weise zu begründen.

Imagemakers

Daraufhin wurden WHO, daran verdienende Apotheken und Krankenkassen gezwungen auf andere Mittel zurückzugreifen: „Rauchen altert die Haut“ (die wir sonst mit so vielen giftigen Substanzen jung zu halten versuchen), „schwärzt die Zähne“ (die wir mit so vielen invasiven Behandlungen weiss und gerade zu halten versuchen), ist „Gewohnheit der Unterschicht“ (eine Beleidigung unseres Klassenstolzes – falls wir noch einen besitzen), das Rauchen wird von riskantem Genußmittel zu tödlicher Droge, böse und unmoralisch. In den meisten Mainstream Filmen erscheinen Raucher als agressive oder verzweifelte Figuren – die, nach Lösung ihres Problems, selbstverständlich mit dem Rauchen aufhören. Vorhandene Bilder von Rauchenden sind inzwischen tabu – folgen wir hiermit dem orwellschen Muster, Geschichte hemmungslos zu manipulieren?

Kranken Kassen

Eine häufig gestellte Frage ist, „warum sollte ich (durch meine Krankenkassenbeiträge) die Krankheiten des „Raucherwahns“ bezahlen?“ Dabei ist den meisten nicht bewusst, dass über 70% des Tabakpreises Steuer ist. Mit jährlich über 14 Milliarden Euro, ist die Tabaksteuer die ertragreichste, besondere Verbrauchersteuer nach der Mineralölsteuer. Rauchen deckt Krankenkassenfinanzlücken, Sicherheitsprojekte u. a. – kein Wunder, dass keiner es zu verbieten wagt. Durch Anwälzen aller Kreislaufs-, Atemwegs- und Tumorerkrankungen allein aufs Rauchen stehen die sogenannten „Raucherbehandlungskosten“ stolz neben den Kosten für chronische Krankheiten und den Kranken- und Pflegekosten älterer Menschen. Trotz aktueller Studien, die das Gegenteil zeigen.

Eine wesentliche Rolle bei dieser Debatte spielt die Finanzierung des Gesundheitssystems, die durch maßlose Bürokratie, Mißverwaltung, Pharmaindustriegrössenwahn und chronisch versagende Politik kaum noch zu bewältigen ist. Es ist zum Problem geworden, dass wir so viel länger leben: mit oder ohne „Rauchererkrankungen“ ist das Durchschnittsalter hierzulande auf ca. 78 (M) / 82 (Fr) Jahre gestiegen.

Die Pflicht der Gesundheit

Der deutschen Bevölkerung werden inzwischen mehrere Wege angeboten, die Kosten für ihre Gesundheit zu senken. Im Jahr 2007 hat das Kabinett die Meldepflicht bestimmter Krankheitsursachen beschlossen. Ärzte und Krankenhäuser sollen den gesetzlichen Kassen demnach Daten übermitteln, wenn „Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Versicherte sich eine Krankheit bei einem von ihnen begangenen Verbrechen oder vorsätzlichen Vergehen oder durch eine medizinisch nicht indizierte Maßnahme zugezogen haben“. Den Kassen wird das Recht eingeräumt, Versicherte bei „selbst verschuldeten“ Krankheiten an den Behandlungskosten zu beteiligen und das Krankengeld ganz oder teilweise für die Dauer dieser Krankheit versagen und zurückzufordern.(2)

Dabei wird gefragt: Was ist eigentlich (k)eine „selbst verschuldete“ Krankheit? In einer Studie der Universität Freiburg („Eigenverantwortung und gesunde Lebensweise“, 2005) findet man einige Vorschläge [Auswahl]:
Keine Verantwortung: Krankheit aufgrund unverschuldeter Unfälle, HIV-Infektion als Folge einer Vergewaltigung.
Geringe Eigenverantwortung: Berufserkrankungen mit Vorauserkenntnis, Folgeerkrankungen zustimmungspflichtiger ärztlicher Eingriffe (z.B. Spätschäden von Operationen), Krebs ohne klaren genetischen oder verhaltensbedingten Hintergrund.
Eigenverantwortung: Auto- und Freizeitunfälle, ernährungsbedingte Erkrankungen, Infektionen und ihre Folgen bei vermeidbaren Erkrankungen.
Sehr hohe Eigenverantwortung: Lungenkrebs bei Rauchern, Leberschäden bei Abhängigkeitskranken, Folgen von Infektionen bei Urlaubsreisen, Herzinfarkt aufgrund multipler verhaltensbedingter Risiken ? Volle Eigenverantwortung: Krankheit aufgrund von Freizeitsunfällen, HIV-Infektionen oder klassische Geschlechtskrankheiten bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. (3)

Und weil gesund nicht gleich gesund bedeutet, hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bei der neuen Chronikerregelung für eine Beratungspflicht zur Krebsvorsorge entschieden: wer sich von seinem Arzt nicht regelmäßig beraten lässt, muss 2% statt 1% seines Einkommens für eine spätere Krebsbehandlung aufwenden. Die neue Regelung umfasst Gebärmutterhalskrebsvorsorge, Mammographie, Stuhltest, Darmspiegelung und Hautkrebsfrüherkennung. Der G-BA soll in seinen Richtlinien festlegen, „in welchen Fällen Früherkennungsuntersuchungen ausnahmsweise nicht zwingend vorgeschrieben sein sollen“.

Leben und Leben aufrechterhalten

Genau hier ist der Punkt, wo die Sache zur Hysterie wird. Inzwischen gelten viele, normale Aspekte des menschlichen Daseins als behandlungsbedürftig oder vermeidbar. Schwangerschaft und Geburt, PMS-Syndrom, Wechseljahre, BMI-Index, Safer Sex, Impfungen, Anti-Aging, Hyperaktivität, Burnout, Depression, Altersdemenz: Jeden Tag wird irgendeine Lebenssituation durch pseudowissenschaftliche Namensvergabe zu Gefahr erhoben. Über 20% der Deutschen gelten als chronisch krank. Erschreckendes „Infomaterial“, Bonussysteme der Krankenversicherungen, belohnte Präventionsprogramme (bzw. bestrafte Nichtteilnahme) und Plichtberatungen machen jeden (auch gesunden) Menschen zum „Patienten“. Aus Gesundheitsbewusstsein wird Zwang zur angepassten „Verantwortung“. Der Kranke ist an seiner Krankheit schuldig, der Gesunde für die Zunkunft seiner Gesundheit haftbar.

Dies alles hat nicht im Geringsten mit einer ganzheitlichen und vorsorgenden Medizin zu tun.

Durch Instrumentalisierung der Interessen und systematischen Aufbau von Angst und maßgeschneiderter „Selbstverantwortung“ versuchen Staat und Krankenkassen aus einem solidarischen Gesundheitssystem eine rein wirtschaftliche Gesundheitsinstutition zu schaffen, die sich nach den Prinzipien des freien Marktes finanzieren soll.

Die WHO beschreibt die menschliche Gesundheit nicht als die Absenz von Krankheit sondern als einen „Status absoluten physischen, mentalen und gesellschafltichen Wohlbefindens“. Dabei wird unser „Wohlbefinden“ alleine von WHO und Staat definiert. Freiheit, Genuß, Solidarität, Kreativität und Wissen hinken hinter Vorsorge und Kosteneinsparungen her. Die Gesundheit wird zu einer bloße Aufrechterhaltung des Immunsystems degradiert, eine konsumierbare und kostenintensive Pflicht – uns wird die Utopie eines Lebens ohne Leid und Tod aufgezwungen.(4)

Und der letzte macht das Licht aus …

Leider ist dies alles kein Science-Fiction. Zwischen Studien und Gesetz scheint es keine Wissenschaft mehr zu geben: kaum gibt es eine statistische Beobachtung, entsteht ein neues Gesetz. Nach dem Vorgehen gegen das Rauchen entschied sich der WHO Ausschuss für ein drastisches Vorgehen gegen den Alkoholkonsum (Vorsicht: nicht Alkoholmissbrauch!) Nach wissenschaftlichen Studien (kennen wir ja schon) bilde Alkohol einen „vermeidbaren Risikofaktor, verantwortlich für den vorzeitigen Tod von 2,3 Mio. Menschen weltweit durch Herz-, Leber-, Kreislauf- und Krebserkrankungen, Verkehrsunfälle, Gewalt, sexuell übertragene Krankheiten, AIDS und Selbstmord. Alkohol steckt hinter Arbeitslosigkeit und betrieblichen Fehlzeiten“. Die in 2 Jahren umzusetzenden Maßnahmen beinhalten massive Informationskampagnen, Regulierung des Vertriebs und des Marktpreises alkoholischer Getränke und sollten vorallem „Gefährdete durch den Alkoholkonsum anderer“ schützen (Reuters, 25.1.08). Freiburg und Magdeburg haben bereits Alkoholverbotszonen, Neuruppin, Hamburg und Berlin sind noch am Diskutieren. Als Jugendschutzmaßnahme wird von der Politik z. Z. ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gefordert.

Zum Glück sind unsere Kinder in guten Händen: Kinderarzt, Jugendamt, Gesundheitsbehörde und Schule übernehmen ab sofort die Überwachung. Anhand der letzten Fälle von Kindesvernachlässigung sind die Vorsorgeuntersuchungen jetzt für alle Kinder Pflicht – auch eine Meldepflicht der Ärzte bei „auffälligen Eltern“ tritt ab 2008 in Kraft. Die Jugendämter dürfen bei Familien nicht erscheinender Kinder „Beratungen“ durchführen. Falls sich Eltern dem Pflichttest für ihre Kinder entziehen, müssen sie mit rechtlichen Sanktionen rechnen. Hierbei wird das wiederholte Versagen der Jugendämter ignoriert, die wirklichen Gründe von Kindesvernachlässigung unter den Teppich gekehrt und Millionen von Familien noch ein Zwangsverhalten verordnet.

Und weil auch der gesundeste Mensch durch Terorrismus gefährdet ist, wurde die (2007 in Deutschland beschlossene) Vorratsdatenspeicherung zu unserem Wohl erweitert: nach der Novellierung der gesetzlichen Vorschriften zur Telekommunikationsüberwachung und anderer Ermittlungsmaßnahmen sollte die Kommunikation von Ärzten und Patienten „nach einer Verhältnismäßigkeitsprüfung bei strafrechtlichen Ermittlungsverfahren verwertet werden können“ (BJM). Die ärztliche Schweigepflicht wird damit praktisch abgeschafft – und der Skandal der verschwundenen Geheimdaten von Millionen von Eltern, Kindern und chronisch Kranken Ende 2007 in England lässt die Vorstellung offen, was uns noch erwarten könnte.

Hauptsache: es wird überwacht, gespeichert, verwertet und zur Kasse gebeten. Dabei glauben Sie bitte nicht, dass irgendjemand Interesse an Ihre Gesundheit hat!

Fazit

Nein, dieser Text hat nicht nur mit dem Rauchen zu tun. Es geht um eine „Neue Ära“, in der wir unsere Körper nicht mehr frei, nach eigenem Wissen und Glauben behandeln dürfen. Die wirkliche Gefahr ist, uns irgendwann vor einander Verbergen zu müssen. Durch eine selbstgetragene Inquisition könnte es sein, dass wir uns bald nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen: weil wir mollig oder kurzatmig sind, nach Alkohol riechen, Lust auf Fleisch haben, Schwul sind oder eine schlechte Phase durchmachen, die „depressionsverdächtig“ wirkt. Wenn unsere Ärzte uns verpetzen (müssen), niemand uns als Gast oder Arbeitnehmer nehmen darf und sämtliche Gespräche und Handlungen überwacht, gespeichert und bewertet werden, werden wir uns bestimmt nach der Zeit sehnen, wo es noch ein Recht auf Selbstbestimmung und kritikfreie Lust gab.


Fußnote

1. Protection from exposure to second-hand tobacco smoke. Policy recommendations. World Health Organization 2007, pdf hier.
2.
SGB V § 52 Leistungsbeschränkung bei Selbstverschulden. online hier.
3. Eigenverantwortung und gesunde Lebensweise: Thesen zu einer verantwortlichen Gesundheitspolitik für mündige Bürger - Harald Walach, Klaus-Michael Meyer-Abich (zusammen mit Wilfried Belschner). pdf hier.
4. Aus der WHO internet seite.

11 comments:

Max said...

SEHR GUT

info said...

Auch von mir ein Kompliment an Miss Fallen - starke Schreibe.

"Das Leben ist lebensgefährlich" und während der kurzzeitige Kontakt mit Tabakrauch wirklich noch nicht analysiert wurde, sitzen wir genüsslich vor dem Grill und Lagerfeuer und kein Mensch spricht über Krebsgefahr. Anyway...Miss Fallen hat es als Frau leichter: Sie darf zwar auch nur noch 120 km/h auf vielen Strecken fahren, bekommt kein Alkohol nach 22.00 Uhr, darf nicht mehr Rauchen und zahlt dafür 10€ im Quartal an Arztzuschuss. Aber das Pinkeln im Sitzen muss ich als Mann erst noch lernen.

Ricci Riegelhuth said...

Isch bin begaistärt!

Ihr Essay steht unter anderem seit gestern und heute auf:
welt-online
zigarrenplattform
Cigar Wiki
Cigar Blog
rauchen macht laune
Kneipenraucher

Warum?
Weil sie eine entschiedene Haltung zu folgender Tendenz in unserer Gesellschaft zeigen:

Hier wimmeln die Würmer Rach -und Nachgefühle, hier stinkt die luft nach Heimlichkeiten und Uneingeständigkeiten;hier spinnt sich beständig das Hetz der bösartigen Verschwörung-.(...)


Und welche Verlogenheit, um diesen Hass nicht als Hass einzugestehen!

Welcher Aufwand an großen Worten und Attitüden, welche Kunst der "rechtschaffenden" Verleumdung
Nietzsche, Friedrich

Sehr geehrte Miss Fallen,
weidär Gas gewe, un längär frei lewe...
Vielen Dank für ihr Courage und Bürgersinn!

Beste Grüße aus Bad Vilbel
Ricci Riegelhuth

Monika said...

vor kurzem wurde mir von jemanden gesagt, dass ich "ungepflegt" sei, weil ich meine Lachfalten im Gesicht noch trage. Dies wirke einfach ungepflegt..

Jeder schämt sich "ungepflegt" zu sein, daher ist dieses Wort ein richtiges "Totschlagargument".

Die große Lobby der Wellness-Gesundheitsindustrie gaukelt uns vor ,wenn wir dies oder jenes tun oder eben nicht, dann werden wir "älter", "Leben länger".

Es ist wie einst die Suche nach dem Gral.

Ganz nebenbei werden wir entmündigt. Weil Eltern nicht auf ihre Kinder aufpassen können, gibt es EU Normen für Feuerzeuge, alsob Eltern nicht auf ihre Kinder aufpassen könnten gibt es Internetzensur etcetc.

Selbst wenn ich all die Schönheitsoperationen machen lasse werde ich alt.

Selbst wenn ich mich nur gesund ernähre werde ich sterben.

Davor haben viele Angst und so greift der obig gut beschriebene Mechanismus immer wieder.


Das ein unendliches Leben tödlich kangweilig ist zeigen die "Q" in einer Science Fiction Serie.


Genießen wir die Tage, eigenverantwortlich und nutzen unsere Stimme, damit die Allmachtsphantasien einiger Politiker wieder auf den Boden der Realität kommen.

lg

Anonymous said...

Von welchem Kippenfabrikanten wird denn dieser Mist finanziert?

Anonymous said...

Mündige Bürger beteiligen sich beim BmB www.my-bmb.de

Ansonsten Kompliment, gut geschrieben, vor allem aber richtig erkannt.

Anonymous said...

Also, die Bauernlobby ist in Deutschland auf jeden Fall auf Zack, gelle!
Und die politische Elite hat uns gerade vorgeführt, dass dieselbe bei einer sachlichen Überzeugung,nämlich der Diäitenerhöhung, kein Rückgrad zum Durchstehen einer Ihr begründeten Forderung hat. Wie man auch immer darüber denkt, diese Vorstellung wird zwar auch wieder vom Publikum vergessen, peinlicher für die eigene Glaubürdigkeit geht es nimmer.
Deutliches LAVIEREN anstatt REGIEREN steht im Spielplan der meissten Laienschauspieler auf dieser Bühne. Ich nehme mal so an, da gibt es wenig Unterschiede zwischen Brüssel und Berlin.
Und kommen Schneeflocken Ende Mai noch dazu, ist Halligalli in Brüssel-Grotesk-Europa angesagt, denn eine
neue Interessenlage schafft neue Lösungen und /oder Probleme.

Die Tabakbauern sind jetzt wieder unschuldig. Ja, so wendet sich schon mal die Sichtweise bei Politikern, da müssen nur die richtigen Menschen mit Ihnen angemessen Sprechen und weniger Debattieren.
Lesen wir den weisen Ratschluss der demokratischen Salbungsverwalter in Brüssel. Also mal wieder die Nummer: "Heimwerkende Denker in weitreichenden politischen Ämtern im finanziell-geistigen Grotesktanz!"

Here we go:
Anbau-Unterstützung kontra Absatz-und Werbeverbote
Bis 2012 sollen jährlich bis zu 338 Millionen fließen

"Der Tabakanbau in der EU wird offenbar weiter subventioniert. Bis 2012 solle er mit jährlich bis zu 338 Mio. EUR unterstützt werden, berichtet das Magazin "Der Spiegel" am Wochenende vorab. Ohne die Millionenzuwendungen aus Brüssel hätten Europas Tabakbauern gegen die Wettbewerber aus der Karibik, Indien oder Südamerika keine Chance, heißt es in der Meldung aus Brüssel.

Um "schwerwiegende negative Auswirkungen" in den betroffenen Regionen zu vermeiden, solle die seit langem umstrittene Tabakbeihilfe, die eigentlich im kommenden Jahr auslaufen würde, neu aufgelegt werden, hieß es demnach in der Begründung des Beschlusses der EU-Parlamentarier.

Allerdings sollen dem Magazin zufolge in Zukunft 6 Prozent statt 5 Prozent der Tabakhilfen zur Finanzierung von Informationskampagnen "über die schädlichen Auswirkungen des Rauchens" verwendet werden."
Quelle:smokersnews.de

PS: Hallo, hallo es ist hier die Bauernlobby und nicht die Tabaklobby!

Schrilles Lauschen said...

Wirklich eine tolle Arbeit! Und besten Dank für die Flyer gestern! Habe den Text auch in einem Forum zur Diskussion gestellt. Bin gespannt auf die Reaktionen.

Das Forum: www.schwarzesberlin.de

Meine Seite:

www.myspace.com/djschrilleslauschen

Miss Fallen said...

Jetzt wird es ernst!

Mit grosser Freude habe ich gesehen, dass diese Blogseite sehr oft besucht und vorallem, Anlass für Nachdenken und Meinungsaustausch wurde!

Ob Raucher oder nicht sind wir alle gleichermaßen von den (inzwischen nicht ganz so neuen) Regelungen betroffen. Dazu kommen in dichten Abständen immer mehr "Präventionsmaßnahmen", die starke Einschnitte in unserem privaten Leben darstellen.

Zum Beispiel die Gesetzesnovellierung des §1666, BGB am 24.4.2008 über "elterliches Erziehungsversagen". Und den extrem schmalgeschliffenen Grad zwischen "Kindesmissbrauch" und "ungenügende Förderung" eines Kindes.

Oder – gerade in fröhlichen Zeiten von Massensportveranstaltungen – die Einführung des elektronischen Einkommensnachweises (so harmlos, ja fast sexy!, "Elena" genannt) mit elektronischer Signatur auf (noch einer!) Chipkarte.

Die Themen nehmen kein Ende und der Stoff zur Diskussion wird immer mehr.

Ab den 1. Juli 2008 drohen Bußgelder bei Verstößen gegen den Rauchverbot in den Berliner Kneipen. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spass!

Miss Fallen said...

Es hat lange gedauert: Miss Fallen hat aber eine eigene Web Seite und möchte Euch alle einladen zum weiterlesen, kommentieren und gedanken schreiben!

Unsere neue Adresse heisst:
http://www.missfallen.de/

Peter said...

Toll geschrieben!